Samenerguss verzögern: Zu früh kommen verhindern [2018]

Vorzeitige Ejakulation ist eine der häufigsten Formen der männlichen sexuellen Funktionsstörung. Fast jeder Mann war höchstwahrscheinlich irgendwann in seinem Leben schonmal davon betroffen. Aber was ist eigentlich der Grund dafür? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Ursachen von frühzeitigem Samenerguss. Aber da Sie natürlich auch etwas verbessern wollen, finden Sie hier vor allem einen ausführlichen Überblick der Möglichkeiten, wie Sie Ihren Samenerguss verzögern können.


Was ist vorzeitiger Samenerguss?

Vorzeitige Ejakulation oder ejaculation praecox ist eine unkontrollierte Ejakulation vor oder kurz nach dem Beginn der Penetration. Sie geschieht mit minimaler sexueller Stimulation und bevor der Betroffene es wünscht, was für beide Partner zu unbefriedigendem Sex führen kann. Dies kann Versagensängste verursachen oder verstärken, die wiederum das Problem vergrößern können.

Viele Männer haben bereits beim Vorspiel das Gefühl, ihre Erregung kaum kontrollieren zu können und spätestens beim Eindringen in die Vagina oder nach ein paar Stößen kommen zu müssen. Sexualwissenschaftler haben herausgefunden, dass etwa jeder fünfte Mann von ejaculatio praecox betroffen ist.

Das bringt für die Betroffenen natürlich Probleme mit sich, die das Selbstbewusstsein oder die Partnerschaft negativ beeinflussen können. Daher geht es in diesem Artikel um Gründe für vorzeitige Ejakulation und Möglichkeiten, mit denen man das zu früh kommen verhindern kann.

Ab wann spricht man von einem vorzeitigem Samenerguss?

Von einem vorzeitigen Samenerguss spricht man, wenn ein Mann bereits bei einem innigen Kuss oder beim Eindringen oder nach weniger als einer Minute Geschlechtsverkehr zum Samenerguss kommt.

Solange das selten vorkommt, ist es noch kein Grund zur Sorge. Die Diagnose Vorzeitige Ejakulation (VE) könnte jedoch auf Sie zutreffen, wenn Sie:

  • Immer oder fast immer innerhalb einer Minute nach der Penetration ejakulieren
  • Sie nicht in der Lage sind, die Ejakulation während des Geschlechtsverkehrs in irgendeiner Weise zu verzögern
  • Sie sich verzweifelt und frustriert fühlen und dazu neigen, aus diesem Grund sexuelle Intimität zu vermeiden.

Sowohl psychologische als auch biologische Faktoren können bei der vorzeitigen Ejakulation eine Rolle spielen. Vielen Männern ist es peinlich, darüber zu sprechen, obwohl VE eine häufige und behandelbare sexuelle Funktionsstörung ist. Medikamente, Beratung und sexuelle Techniken, die die Ejakulation verzögern – oder eine Kombination aus diesen – können dazu beitragen, den Sex für Sie und Ihre Partnerin zu verbessern.

Bin ich der Einzige, der an vorzeitiger Ejakulation leidet?

Bei weitem nicht! Es ist nur sicher kein Thema, über das Männer gerne reden – auch nicht im Freundeskreis. Daher hat man schnell das Gefühl als einziger dieses Problem zu haben. Aber wer würde schon freiwillig seinen Freunden oder Bekannten erzählen, dass er seine Partnerin nicht richtig befriedigen kann, weil der Sex nicht lange genug dauert?

Dabei kann etwas Austausch und Aufklärung nicht schaden, um sich selbst besser einschätzen zu können. Viele Männer haben schon das Gefühl nicht ausreichend langen Sex zu bieten, wenn der Geschlechtsverkehr nicht mindestens eine halbe Stunde dauert. Das ist aber definitiv nicht richtig, denn die Qualität des Geschlechtsverkehrs bemisst sich ganz sicher nicht über die reine Dauer, im Gegenteil.

Zu langer Sex kann für die Partnerin leicht ermüdend bis schmerzhaft werden und die Wahrscheinlichkeit für einen Orgasmus steigt bei Ihrer Partnerin auch nicht endlos an. Ab einer gewissen Dauer sinkt aufgrund der Überstimulation die Chance auf einen Orgasmus wieder ab.

Wie lange sollte guter Sex dauern?

Was ist denn eigentlich guter Sex? Unter anderem ist doch das Idealbild von gutem Sex, dass dabei beide Partner auf ihre Kosten und nach erfüllendem Geschlechtsverkehr am besten gemeinsam zu einem rauschenden Höhepunkt kommen.

Das ist nur leider für den Mann im Durchschnitt deutlich einfacher zu erreichen als für die Frau, da die Erregungskurve beim Mann viel steiler verläuft. Er muss dadurch für längere Zeit auf einem Erregungsplateau bleiben und dort gewissermaßen auf die Partnerin warten. Tut er das nicht, kommt er gewöhnlich deutlich früher zum Orgasmus.

Natürlich ist der weibliche Orgasmus ein komplexes Thema, das sich nicht allein durch Graphen und Statistiken und Wahrscheinlichkeiten beschreiben lässt. Frauen kommen genau wie Männer unterschiedlich schnell zum Orgasmus. Für manche Frauen ist es einfacher als für andere und daneben kommt es oftmals auch auf die Chemie zwischen den Partnern an. Es sollte aber klar werden, dass guter und „erfolgreicher“ Sex nicht lange dauern muss. Im Schnitt dauert der Sex in deutschen Schlafzimmern deutlich unter zehn Minuten.

Die meisten Männer lernen im Laufe ihrer Jugend, den Orgasmus zu kontrollieren, gewöhnlich deutlich vor dem ersten intimen Kontakt mit einem Sexualpartner. Dabei kann Mann viel über sich lernen, sich jedoch auch leicht ein zu schnelles Tempo angewöhnen. Angewohnheiten sind bekanntermaßen schwer zu durchbrechen – aber glücklicherweise ist das mit Training und dem entsprechenden Willen möglich.

Über die Methoden, mit denen man den Orgasmus hinauszögern kann, erfahren Sie später in diesem Artikel mehr. Doch zum besseren Verständnis werfen wir erstmal einen kurzen Blick darauf, warum man eigentlich (zu) früh kommt.

Ursachen für Ejaculatio praecox

Vorzeitige Ejakulation wird wahrscheinlich durch eine Kombination von psychologischen Faktoren wie Schuld oder Angst und biologischen Faktoren wie Hormonspiegel oder Nervenschäden verursacht.

Die meisten Fälle von vorzeitiger Ejakulation haben keine eindeutige Ursache. Mit sexueller Erfahrung und Alter lernen Männer oft, den Orgasmus zu verzögern. Vorzeitige Ejakulation kann bei den ersten sexuellen Erlebnissen mit einem neuen Partner auftreten. Es kann nur in bestimmten sexuellen Situationen geschehen oder wenn seit der letzten Ejakulation bereits eine lange Zeit ohne zwischenzeitliche Pollution vergangen ist.

Psychologische Faktoren wie Angst, Schuld oder Depression können ebenso ursächlich für VE sein. In einigen Fällen kann sie auch mit einer medizinischen Ursache wie hormonellen Problemen, Verletzungen oder einer Nebenwirkung bestimmter Medikamente zusammenhängen.

In der Vergangenheit wurden diverse Möglichkeiten zur Unterscheidung verschiedener Arten von vorzeitiger Ejakulation diskutiert, aber keine ist universell anwendbar.

So bezieht sich die Einteilung in primäre vorzeitige Ejakulation und sekundäre vorzeitige Ejakulation auf den Zeitpunkt des ersten Auftretens der Störung. Bei ersterer handelt es sich um eine lebenslange Erfahrung des Problems (seit der Pubertät), während letztere eher später im Leben auftritt.

Darüber hinaus wurde auch eine Einteilung in globale vorzeitige Ejakulation (wenn es mit allen Partnern und in allen Situationen auftritt) und situative vorzeitige Ejakulation (wenn es in einigen Situationen oder mit bestimmten Partnern auftritt) versucht.

Wie kann man den Samenerguss verzögern?

Viele Männer, die beim Sex zu früh kommen, leiden stark darunter und wünschen sich ein ausgiebigeres Sexualleben.

Nur Männer mit lebenslanger vorzeitiger Ejakulation, bei denen die Zeit vom Eindringen bis zum Samenerguss bei unter 1 bis 1,5 Minuten liegt, sollten die Einnahme von Medikamenten (mit oder ohne begleitende Sexualtherapie) als erste Option in Betracht ziehen.

Sofern Sie jedoch in eine der anderen Kategorien fallen, sollte die Behandlung aus Beruhigung, Verhaltenstherapie und/oder Psychoedukation bestehen, um ihnen klar zu machen, dass die unregelmäßige frühe Ejakulation eine normale Variation ist.

Zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation wurden mehrere Möglichkeiten getestet. Eine Kombination von medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungen ist oft die effektivste Methode.

Wie kommt es eigentlich zum Samenerguss?

Damit Sie sich besser vorstellen können, warum die ein oder andere Behandlungsmöglichkeit wirken mag, sollten wir einen kurzen Blick auf die Vorgänge im Körper werfen, die vor dem männlichen Orgasmus ablaufen, bzw. ihn auslösen.

Plateauphase

Die Plateauphase folgt der Erregungsphase und ist die zweite Phase der sexuellen Erregung vor dem Orgasmus. Die Phase ist gekennzeichnet durch eine erhöhte Durchblutung und Herzfrequenz bei beiden Geschlechtern, erhöhtes sexuelles Vergnügen bei erhöhter Stimulation und eine weiter erhöhte Muskelspannung. Auch die Atmung geht auf einem erhöhten Niveau weiter. Sowohl Männer als auch Frauen können in diesem Stadium anfangen, unfreiwillig zu vokalisieren (stöhnen).

Während dieser Phase beginnen sich die Schließmuskeln der Harnröhre zusammenzuziehen (um zu verhindern, dass sich der Urin mit Sperma vermischt, und um vor retrograder Ejakulation zu schützen) und Muskeln an der Basis des Penis beginnen eine stetige rhythmische Kontraktion. Währenddessen beginnt die Ausscheidung von Samenflüssigkeit bzw. Präejakulationsflüssigkeit (Lusttropfen) und die Hoden steigen näher an den Körper heran.

Orgasmusphase

Der Orgasmus ist das Ende der Plateauphase des sexuellen Reaktionszyklus und wird sowohl von Männern als auch von Frauen erlebt. Er wird von schnellen Muskelkontraktionszyklen in den unteren Beckenmuskeln begleitet, die sowohl den Anus als auch die primären Geschlechtsorgane umgeben. Bei Männern ist ein Orgasmus normalerweise mit einer Ejakulation verbunden.

Ausgelöst wird der männliche Orgasmus hauptsächlich durch die Stimulation des Penis. Der Reiz wird zum Zwischenhirn weitergeleitet, welches ab einer bestimmten Reizschwelle rhythmische Muskelkontraktionen des Beckenbodens, der Genitalgänge und schließlich des Penis selbst auslöst.

Trainingsmethoden zum Samenerguss verzögern

Es gibt einige Trainingsmethoden, mit denen man den Samenerguss herauszögern kann. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten vor.

Stopp-Start-Methode

Diese Methode ist sehr beliebt und ziemlich wirksam. Hierbei wird der Penis so lange stimuliert, bis ein Samenerguss kurz bevorsteht. Dieser Punkt wird üblicherweise von den Sexualwissenschaftlern als „Point Of No Return“ bezeichnet. An diesem Punkt sollte die Stimulation abrupt gestoppt werden. Dann wird gewartet, bis die Erregung fast ganz verschwunden ist. Sobald dies der Fall ist, fährt man mit der Stimulation des Penis fort.

Am Anfang empfiehlt es sich, dass der betroffene Mann die Übung alleine macht. Denn bei der Selbstbefriedigung können die Reize von außen vermieden und somit die sexuelle Erregung besser unter Kontrolle gehalten werden. Zu Beginn des Trainings sollte die Masturbation mit trockener Hand gemacht werden. Nach 1-2 Unterbrechungen darf dann der Orgasmus erzielt werden, im Optimalfall nach ca. 15-20 Minuten.

Sobald die Start-Stopp-Technik mithilfe der Selbstbefriedigung beherrscht wird, sollte man dann die Partnerin in das Training mit einbeziehen. Auch hier sollte zunächst mit trockener Hand stimuliert und bei Annäherung an den „Point of no Return“ sofort gestoppt werden. Sobald sich der Mann wieder unter Kontrolle hat, wird das Ganze wiederholt – ebenfalls ca. 15-20 Minuten lang.

In der nächsten Stufe wird genauso vorgegangen, allerdings jetzt unter Zuhilfenahme eines Gleitmittels. Auch hier darf der Orgasmus erst nach 15-20 Minuten erfolgen. Bei Einvernehmen darüber ist die Übung als Steigerungsform zum Beispiel auch mit Oralverkehr durchzuführen.

Die Stopp-Start-Methode sollte für mehrere Wochen geübt werden. Dabei ist es ratsam während des Erlernens der Technik auf das Eindringen zu verzichten. Wenn die genannten Übungen gut beherrscht werden und auch kleinere Rückschläge nicht mehr zur Entmutigung führen, kann vorsichtig zum Geschlechtsverkehr mit Penetration übergegangen werden.

Squeeze Methode

Diese Methode verbessert nicht langfristig die Situation, sondern hilft nur im Notfall, wenn man den Samenerguss in letzter Sekunde verhindern möchte. Dabei drückt man mit dem Daumen auf die Eichel, bis der angesammelte Druck, welcher dann zur Ejakulation führen würde, verschwindet. Dieser Squeeze-Griff kann auch von der Partnerin durchgeführt werden. Der Drang zur Ejakulation lässt normalerweise durch den Druck auf den Penis nach und man kann nach einer kurzen Pause von ca. 20 Sekunden weitermachen.

Optimal ist die Durchführung dieser Technik über eine Zeit von ca. 20 Minuten, so dass ein befriedigender Geschlechtsverkehr für beide Partner möglich gemacht wird.

Beckenbodentraining – Geheimtipp PC-Muskel Training

Das Beckenbodentraining, auch Kegel-Training genannt, trainiert die beiden Muskeln, welche die vorzeitige Ejakulation beeinflussen. Hierbei handelt es sich zum einen um den Schließmuskel und zum anderen um den Muskel, der den Harnfluss reguliert.

Man spannt nun 20-40 Mal diese beiden Muskeln an und entspannt sie wieder. Damit dieses Hausmittel auch wirklich gute Erfolge erzielt, muss man am Ball bleiben und mehrmals am Tag die Übungen wiederholen.

Und so funktioniert das Basis-Training:

  • Es ist ratsam, die Blase vor Beginn des Trainings zu entleeren.
  • Spannen Sie nun fünf bis zehn Sekunden die beiden Muskel an und halten Sie die Spannung für 5-10 Sekunden. Danach einfach wieder entspannen und das ganze 10-20 Mal wiederholen.
  • Nach einiger Zeit sollten Sie auf 20-40 Wiederholungen steigern.
  • Das Ganze am besten zwei oder dreimal täglich durchführen.

Samenerguss verzögern mit Medikamenten 

Wenn die körperlichen Übungen trotz der an sich guten Erfolgsquote versagen sollten, kann man heutzutage auch auf medikamentöse Alternativen zurückgreifen. Hierbei gibt es prinzipiell zwei Optionen:

  • Orale eingenommene Medikamente
  • Lokale, betäubend wirkende Cremes

Dapoxetin

Gut bekannt und ausreichend erforscht und erprobt ist das Medikament Dapoxetin. Es ist für erwachsene Männer im Alter von 18 bis 64 Jahren geeignet, die an vorzeitiger Ejakulation leiden und hierbei folgende Kriterien erfüllen:

  • eine intravaginale Latenzzeit bis zur Ejakulation (englisch: intravaginal ejaculation latency time (IELT)) von unter zwei Minuten
  • Ejakulation bei minimaler sexueller Stimulation vor, während oder kurz nach der Penetration und vor allem schneller, als dies der Patient wünscht
  • deutlicher persönlicher Leidensdruck oder Probleme in der Partnerschaft als Folge der EP
  • mangelhafte Kontrolle über die Ejakulation
  • eine vorzeitige Ejakulation bei der überwiegenden Mehrzahl der Versuche, einen befriediogenden Geschlechtsakt durchzuführen während der vorangegangenen sechs Monate

Dapoxetin ist eine Bedarfsmedikation, d.h. das Medikament sollte nur dann eingenommen werden, wenn eine sexuelle Aktivität erwartet wird.

Der Ejakulationsreflex ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen körperlichen Mechanismen im Zentralnervensystem, insbesondere im Rückenmark. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Botenstoff Serotonin zu, welcher eine hemmende Wirkung hat.

Der Wirkstoff Dapoxetin ist ein Antidepressiva, welches den Serotonin-Wiederaufnahme Hemmern (SSRI) angehört. Diese Art der Antidepressiva blockiert den Serotonin-Transporter, der das Serotonin von seinem Wirkort entfernt. Das Serotonin verweilt dadurch länger an bestimmten Nervenfasern im Gehirn und verzögert dadurch die Ejakulation.

Die meisten Patienten vertragen Dapoxetin sehr gut, und nur wenige berichten von unerwünschten Nebenwirkungen wie z.B.:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Schlaflosigkeit
  • Müdigkeit

Samenerguss verzögern durch lokale Betäubung

Schließlich kann man auch versuchen, den Penis etwas weniger sensibel zu machen und dadurch die Ejakulation hinauszuzögern. Neben bestimmten Cremes mit lokaler Betäubungswirkung können auch enge Kondome in manchen Fällen helfen. Zudem gibt es auch Kondome, die die Creme beinhalten.

Die bekannteste Salbe ist eine Kombination aus Lidocain und Prilocain, welche die Hautoberfläche lokal betäubt, d.h. die Nerven in der Haut werden für die äußeren Reize unempfindlicher.

Deshalb wird diese Salbe gerne und mit Erfolg von Männer verwendet, die die vorzeitige Ejakulation verhindern möchten. Die Salbe bewirkt nämlich, dass die Haut des Penis und die Eichel für die äußeren Reize wesentlich weniger sensibel werden, wodurch der Samenerguss erfolgreich hinausgezögert wird. Die Qualität des Orgasmus wird allerdings nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Ansonsten kommt diese Salbe bei Ärzten zum Einsatz um Injektionen und Wundversorgung weniger schmerzhaft zu gestalten. Auch Tätowierer schätzen die Salbe zum leichten Betäuben der Haut.

Die Creme braucht eine gewisse Zeit, um ihre Wirkung voll entfalten zu können, weswegen Ärzte und Tätowierer die Creme ca. 30 Minuten vorher auftragen. Auf Schleimhäuten, wie z.B. der Eichel, wirkt das Produkt jedoch wesentlich schneller, so dass ca. 5-10 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr ausreichend sind.

Die Dosierung hängt individuell von jeder Person ab, weswegen man am Anfang das Produkt sehr sparsam verwenden sollte, um zu sehen, wieviel man tatsächlich benötigt. Sollte die anfängliche Menge nicht den gewünschten Effekt zeigen, nimmt man beim nächsten Mal einfach entsprechend ein bisschen mehr, bis man die richtige Menge für den eigenen Fall ermittelt hat.

Diese Creme ist im Allgemeinen gut verträglich. In einigen Fällen kann es allerdings eventuell zu leichten Nebenwirkungen, wie Rötungen oder Schwellungen der Haut an Stellen, auf denen die Salbe aufgetragen wurde, kommen. Manche Pateinten berichten auch von einem Brennen, Juckreiz oder ein warmes Gefühl an der Stelle, an der die Creme aufgetragen wurde.

Solle man auf Lidocain, Prilocain oder auf einen anderen Bestandteil allergisch reagieren, sollte man selbstverständlich von der Anwendung Abstand nehmen.

Wenn man diese Cremes verwendet, sollte man ein Kondom verwenden, denn sonst wird auch die Partnerin gefühllos. Der Einfachheit halber kann man auch gleich ein Kondom verwenden, welches ein entsprechendes Betäubungsmittel integriert hat, z.B. Performa von Durex.

Praktisch sind auch die sogenannten Delay Wipes. Hierbei handelt es sich um verwendungsfertige Tücher, die für eine verzögerte Ejakulation sorgen. Die Tücher werden direkt auf dem Penis angewendet. Die Wipes sind für eine einmalige Anwendung gedacht.

Fazit zum Thema Samenerguss verzögern

Die vorzeitige Ejakulation betrifft viele Männer – Sie sind ganz gewiss nicht allein mit diesem Problem. Es gibt zahlreiche Methoden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Wichtig ist ganz sicher, dass man die Partnerin mit einbezieht. Eine offene Kommunikation und eine vertrauensvolle Sexualität ist in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung.

Neben psychologischer Begleitung und speziellem körperlichen Training gibt es auch Medikamente und Cremes, die Abhilfe schaffen können. Wichtig ist, dass man offen über das Thema spricht und sich gegebenenfalls – und ganz ohne Scham – Hilfe sucht.

Setzen Sie sich nicht unter Druck. Der Sprung von frühzeitigem Samenerguss zu einem erfüllten Sexualleben ist möglicherweise kleiner, als Sie vermuten. Machen Sie sich klar, dass Sie nicht von 30 Sekunden auf 3 Stunden kommen oder Ausdauer-Weltrekorde aufstellen müssen. Eine kleine Steigerung von ein paar Minuten kann bereits einen bedeutenden Unterschied ausmachen und das ist mit der richtigen Einstellung, kontinuierlichem Training und guter partnerschaftlicher Kommunikation sicher zu erreichen.

Und denken Sie immer daran: guter Sex beginnt nicht erst im Bett!

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