Ist L-Arginin ein geeignetes Potenzmittel?

Wenn Sie auf der Suche nach einem natürlichen Potenzmittel oder einem rezeptfreien Potenzmittel sind, dann haben Sie sich bereits wenigstens einmal den Begriff L-Arginin gehört. Es scheint als Alternative zu Viagra und Co eine große Rolle zu spielen. Doch was versteht man eigentlich darunter, woher kommt es und warum ist es so wichtig? In diesem Artikel lesen Sie die wichtigsten Infos zu L-Arginin.


Was ist L-Arginin?

L-Arginin ist eine körpereigene, semiessentielle Aminosäure, die zum größten Teil aus Stickstoff besteht. Sie ist ein Eiweißbaustein und daher sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Proteinen vertreten und macht dort einen Gewichtsanteil bis zu 5% aus.

Im Körper bildet sie die einzige Vorstufe für Stickstoffmonoxid (NO). Das wiederum ist ein wichtiger Botenstoff und spielt auch eine Rolle bei der Immunabwehr. Außerdem wirkt es Blutgefäß erweiternd. Durch die Beteiligung and der NO-Synthase, ist L-Arginin daher im Körper unverzichtbar.

Warum verwendet man L-Arginin?

Die Aminosäure ist besonders unter Bodybuildern und anderen Athleten als Vasodilatator (Gefäßerweiterer) sehr beliebt geworden. Theoretisch liefert eine Zugabe von L-Arginin mehr Substrat für die Produktion von NO, was wiederum eine größere Erweiterung der Gefäße erlaubt.

Präparate auf Basis dieses Stoffes werden zunehmend von Urologen empfohlen, um die Behandlung von leichten bis mittelschweren erektilen Dysfunktionen zu unterstützen.

Seit die Wichtigkeit des Moleküls Stickstoffmonoxid für vaskuläre und muskuläre Prozesse in den neunziger Jahren entdeckt wurde, gab es zahlreiche Untersuchungen der komplexen Prozesskette, die sich vereinfacht folgendermaßen darstellt:

  1. L-Arginin ist der einzige Wirkstoff für die Synthese von NO im Körper.
  2. NO ist ein Neurotransmitter, der für die Weitung von Blutgefäßen und Muskeln zuständig ist. Es gelangt in die Wände der Blutgefäße und stimuliert die Nerven, was zu einer Entspannung der Muskeln und zu einer Gefäßerweiterung führt und die Blutgefäße und Muskel elastisch hält.
  3. Damit der Penis steif werden kann, müssen sich die Muskeln entspannen, wodurch der Einfluss von Blut in die Schwellkörper erst ermöglicht wird. Zugleich führt die Weitung der Blutgefäße zu einem verstärkten, arteriellen Blutfluss in den Penis.

Ohne eine ausreichende Versorgung mit L-Arginin und folglich NO, ist das nicht möglich. Der Körper stellt unter normalen Umständen selbst eine ausreichende Menge der Aminosäure bereit. Wenn jedoch im gesamten Körper ein physiologischer Mangel an L-Arginin besteht, was vor allem bei Stress, Bewegungsmangel und schlechten Ernährungsgewohnheiten leicht vorkommen kann, wird auch weniger NO synthetisiert.

In diesem Zustand können sich die Gefäße nur eingeschränkt weiten. Davon sind auch die Gefäße im Penis betroffen, so dass auch Erektionen nur eingeschränkt möglich sind. Es liegt daher nahe anzunehmen, dass eine Supplementierung mit L-Arginin diesen Mangel beseitigen und die Erektionsprobleme beheben kann.

Studienergebnisse zur Supplementierung mit L-Arginin

Es wurden in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Studien zur Wirksamkeit des Stoffes durchgeführt. Für einen kleinen Einblick in die Fachwelt folgen hier verschiedene Auszüge.

Die Ergebnisse über den Gebrauch von L-Arginin als Potenzmittel sind gemischt. In einer gut konzipierten Studie mit an ED leidenden Patienten führte die tägliche Zugabe von 1500mg L-Arginin zu keinen besseren Resultaten als bei der Placebogruppe.

Andere Studien dagegen haben gezeigt, dass es bei Patienten mit einer geringen NO-Produktion durchaus potenzsteigernd wirken kann. Wenn L-Arginin mit anderen Substanzen kombiniert wird, welche die Produktion von NO steigern, scheint sich ein synergistischer Effekt einzustellen.

Zum Beispiel zeigte eine Studie, bei der 1700mg L-Arginin mit 40mg Pycnogenol (ein aus Pinienrinde gewonnener NO-Booster) kombiniert wurde, eine Erfolgsrate von 80% bei der Behandlung von ED.

Eine weitere Studie untersuchte die Kombination von 6g L-Arginin mit 6mg Yohimbin-HCl und erbrachte einen klinischen Effekt, der signifikant über dem von Yohimbin allein oder der Placebo-Gruppe lag.

Es zeigte sich jedoch auch, dass die Hemmung der Arginase (Enzym, das Arginin abbaut) für eine Erektion effektiver ist als die einfache Zugabe von Arginin.

Das mag der Grund für Anekdoten von Menschen sein, die durch die Einnahme von Hemodilitatoren, die den Arginase-Hemmer Norvalin enthalten, über bessere Erektionen berichten. Tatsächlich ist vermutlich das Norvalin selbst in ausreichenden Dosierungen ein passabler Potenzverbesserer.

Einschätzung von L-Arginin

Die Aminosäure ist unverzichtbar für die Bildung von NO, welches wiederum weit reichende Wirkungen auf den Blutkreislauf hat. Zugabe von L-Arginin führt zu einer Steigerung der NO-Produktion und kann somit auch indirekt die erektile Funktion verbessern.

Das Wirkprinzip ist ähnlich wie bei PDE-5-Hemmern, die allerdings bekanntermaßen verschreibungspflichtig sind. Sie funktionieren jeweils durch Steigerung des NO-Gehaltes. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass das L-Arginin von guter Qualität ist und in ausreichender Menge aufgenommen wird.

Vorteile von L-Arginin

  • Erfahrungen zeigen, dass die Supplementierung eine gute Wirksamkeit verspricht
  • Es hat positive Nebeneffekte, wie eine höhere Glucosetoleranz
  • Es kann über längere Zeiträume eingenommen werden
  • Da es ein körpereigener Stoff ist, hat es keine gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen
  • Die Supplementierung hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

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Einnahme von L-Arginin

Ergänzungsmittel mit diesem Wirkstoff müssen regelmäßig eingenommen werden, um einen Effekt zu haben. Die kurzfristige Einnahme direkt vor dem Geschlechtsverkehr, wie bei PDE-5-Hemmern üblich, verspricht keinen Erfolg.

Es ist zu beachten, dass eine Überdosierung empfindliche Reaktionen des Verdauungssystems verursachen kann. Folgen Sie den Empfehlungen des jeweiligen Herstellers.

Wenn Sie chronische Beschwerden haben, sich wegen akuten Krankheiten in Behandlung befinden oder einfach unsicher sind, ob für Sie die Nahrungsergänzung mit L-Arginin das Richtige ist, konsultieren Sie bitte vor der Anwendung Ihren Arzt!

L-Arginin kaufen

Viele rezeptfreie Potenzmittel wie MaleExtra, VIGRAX oder Prelox entfalten ihre Wirkung zum Teil aufgrund von L-Arginin, wobei jedes für sich noch über eine Kombination von weiteren natürlichen Wirkstoffen verfügt, um beispielsweise die Libido zusätzlich anzukurbeln.

Es gibt jedoch auch Nahrungsergänzungsmittel, die hauptsächlich auf die Wirkung von L-Arginin setzten. Dazu gehört das Supplement ArginMax, das neben L-Arginin lediglich etwas Ginkgo und Ginseng zur Steigerung der Vitalität und der Libido, sowie verschiedene Vitamine enthält.

Fazit zu L-Arginin

L-Arginin ist eine bedingt essentielle Aminosäure, die in der Nahrung vorkommt. Es ist jedoch auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird hauptsächlich von Athleten eingenommen, da diese Aminosäure durch die Enzyme der Stickstoff-Synthase direkt Stickstoffmonoxid produziert.

Es ist besonders wichtig während Phasen von Krankheiten oder chronischen Beschwerden wie Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes, da diese Zustände stets durch einen Anstieg der Enzyme gekennzeichnet sind, die das L-Arginin zersetzen, wodurch ein vorübergehender Mangel entsteht.

Was in diesen Fällen folgt, ist ein phasenweiser Anstieg des Blutdruckes. Dem kann teilweise durch die Zufuhr von L-Arginin entgegen gewirkt werden. Grundsätzlich muss natürlich auch das eigentliche Krankheitsbild bekämpft werden.

L-Arginin ist ein beliebtes Ergänzungsmittel für Athleten, da es sich anbietet, um die Produktion von Stickstoffmonoxid im Körper anzukurbeln. Unglücklicherweise scheint dieser Effekt bei ansonsten gesunden Menschen nicht zuverlässig zu sein. Während es Studien gibt, die einen erhöhten Blutfluss durch das Stickstoffmonoxid gemessen haben, zeigte sich dieser Effekt in anderen Studien nicht.

Wenn man den zugrunde liegenden Prozess betrachtet, gibt es Grund zur Annahme, dass dieser Unterschied durch die verschiedene Reaktion jedes Körpers entsteht. Bei einigen Menschen wird die Aminosäure in supplementierter Form vom Organismus nicht so gut aufgenommen, so dass seine mögliche Wirkung nicht bemerkenswert ist.

L-Citrullin ist ein weiteres Ergänzungsmittel, da es in den Nieren zu Arginin umgewandelt wird. Es hat außerdem eine bessere Absorptionsrate. Citrullin kann das Niveau von Plasma-Arginin effektiver steigern, als Arginin selbst. Für langfristige gesundheitsbezogene Ergänzung könnte L-Citrullin besser geeignet sein.

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